(Foto: Rudi Mayer)

Letzte Station ihrer Vorbereitung auf die Landes-Hallenmeisterschaften am nächsten Wochenende war für die noch nicht 15-jährige Läuferin Anna Lütjen (MTV Soltau) die Teilnahme an den Landes-Hallenmeisterschaften der beiden Nordverbände Hamburg und Schleswig-Holstein, bei denen sie, außer Konkurrenz, über 2000m an den Start gehen durfte.

Acht Läuferinnen traten über die zehn Hallenrunden an, unter denen Anna als drittbeste Gemeldete ihre Bestzeit aus dem Vorjahr deutlich unterbieten wollte, nicht zu vergessen auch die zu gewinnende Rennerfahrung, die bei Mittel- und Langstreckenläufen unverzichtbar für den Erfolg ist. Die Marschroute war einfach: in den ersten beiden Runden schauen, was die beiden stärksten Konkurrentinnen an Tempo vorlegen, um dann zu entscheiden, wie der weitere Rennverlauf aussehen soll. Natürlich werden die beiden ersten Runden grundsätzlich recht flott angegangen. Anna entschied aber trotzdem, sich bereits in der dritten Runde an die Spitze des Feldes zu setzen und ihre Stärke, ein relativ hohes Tempo von der Spitze aus möglichst lang zu halten und die Spurtspezialistinnen möglichst weit hinter sich zu lassen, auszuspielen.

Die Taktik ging zunächst auf und nach starken Durchgangszeiten über 800 Meter (2:36 Minuten) und bei Halbzeit über 1000 Meter (3:24 Minuten) bahnte sich eine sensationelle Endzeit von unter 6:50 Minuten an, womit sie den Anschluss an die deutsche Spitzenklasse herstellen würde. Bis etwa 150 Meter vor dem Ziel hielt sie tapfer einen Vorsprung von circa 10 Metern. Dann zog die Favoritin Adia Budde (TSV Altenholz), mit einer Bestzeit um 7:00 Minuten gemeldet, Meter für Meter näher heran und schließlich an Anna, die nichts mehr zusetzen konnte, vorbei, um in der sehr starken Zeit von 6:55,47 Minuten als Schleswig-Holsteinische Landesmeisterin durch das Ziel zu gehen. Lohn der langen Tempoarbeit für die junge Soltauerin: Platz Zwei und die Steigerung ihrer bisherigen Bestzeit um satte 17,3 Sekunden auf erstklassige 6:57,32 Minuten.

Auch nach diesem Rennen erholte sie sich wieder innerhalb weniger Minuten, ein Beweis für die gute Trainingsvorbereitung. Dies gab schließlich auch den Ausschlag für ihre Entscheidung, am kommenden Wochenende sowohl die 800 Meter als auch die 3000 Meter, die mit einem Abstand von etwa viereinhalb Stunden ausgetragen werden, in Angriff zu nehmen. Nach der überzeugenden Vorstellung in Hamburg darf sie sich gerade über die längere Strecke durchaus Hoffnung auf einen Podestplatz machen.




Geschrieben von Sandra Bargmann am 21.01.2020
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